Spatenstich zum Neubau des Bahnhofsboulevard in Schwäbisch Gmünd

„Landesgartenschau steigert Attraktivität und Lebensqualität einer Stadt“
 
Baden-Württemberg fördert Schwäbisch Gmünd mit 23,8 Millionen Euro

„Landesgartenschauen sind seit über 30 Jahren Impulsgeber für eine umfassende Entwicklung in den Kommunen mit sehr positiven Auswirkungen auf die Lebensqualität, das soziale Umfeld, die Infrastruktur, das Stadtklima sowie die wirtschaftliche Entwicklung. Dies wird auch 2014 in Schwäbisch Gmünd so sein“, sagten die Staatssekretärin im baden-württembergischen Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, und Finanzstaatssekretär Dr. Stefan Scheffold MdL, am Mittwoch (16. Februar 2011) beim Spatenstich zum Neubau des Bahnhofsboulevards in Schwäbisch Gmünd (Ostalbkreis).
 
Der Spatenstich sei der Startschuss zum Baubeginn der Landesgartenschau in Schwäbisch Gmünd 2014, für die sich die Stadt bereits vor neun Jahren beworben habe. „Die Verantwortlichen haben erkannt, dass das Projekt für die Stadt eine einmalige Chance darstellt, Freiräume zu sichern, längst überfällige Stadtentwicklungsmaßnahmen voranzubringen, ein neues Verkehrskonzept umzusetzen und der Stadt zu einem Imagegewinn zu verhelfen“, erklärte Staatssekretärin Gurr-Hirsch. So solle im Rahmen der Landesgartenschau der Josefsbach höher gelegt und das Gleisareal, die Bahnsteigunterführung und der Bahnhofsvorplatz neu gestaltet werden. Diese Maßnahmen würden das Gesicht der Stadt nachhaltig verändern.
 
Um die Landesgartenschauen finanziell zu stützen, fördere das Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz im Rahmen des Landesprogramms bis zu 50 Prozent der Kosten für Planung und Bau der Grünanlagen, begrenzt auf maximal 3,835 Millionen Euro. Die Stadt Schwäbisch Gmünd erhalte zusätzlich aus anderen Förderprogrammen des Landes insbesondere für Maßnahmen der Stadterneuerung und Gewässerbau rund 20 Millionen Euro. Das Fördervolumen des Landes betrage somit 23,8 Millionen Euro.
 
„Das Land macht mit der Landesgartenschau zugleich Infrastrukturpolitik vor Ort. Das kommt Schwäbisch-Gmünd zu Gute. Die neu geschaffenen Erholungsräume bringen nachhaltig Bewohner und Besucher in die Stadt Schwäbisch-Gmünd. Der Effekt wird lange über das Ende der Landesgartenschau hinaus anhalten. Die vom Land Baden-Württemberg geförderten Investitionen bringen außerdem neue Arbeitsplätze für die gesamte Region um Schwäbisch-Gmünd und sichern bereits bestehende“, sagte Staatssekretär Dr. Scheffold.
 
„Von der Landesgartenschau profitieren alle: Die Bürger der Stadt, die Wirtschaft und die Natur. Das ist eine Situation, in der sich alle als Gewinner betrachten dürfen“, betonte Gurr-Hirsch. Gerade vor dem Hintergrund der zunehmenden Urbanisierung und des Klimawandels gewinne die Begrünung von Städten und Gemeinden an Bedeutung. „Die mit einer Landesgartenschau verbundenen Synergie- und Imageeffekte steigern spürbar die Attraktivität der Stadt“, so die Staatssekretärin.
 
Seit 1980 wurden im Rahmen des Landesprogramms in Baden-Württemberg rund 625 Hektar Grünflächen geschaffen oder neu gestaltet. Das bedeutet einen immensen Zugewinn an Freizeit- und Erholungswert, an Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger. Dahinter stecken auch harte Zahlen: Fast 80 Millionen Euro hat sich das Land die Gartenschauen seit 1980 kosten lassen. Die Städte und Gemeinden haben noch einmal 153 Millionen beigesteuert.
 
 
Weitere Informationen zum Thema Landesgartenschau sind auf der Internetseite des Ministeriums für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz unter www.mlr.baden-wuerttemberg.de abrufbar.

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