Haus. Häuser. Quartiere // Wohnen nachhaltig gestalten: Innovative Wohnungsbaukonzepte

Friedlinde Gurr-Hirsch initiiert eine Ausstellung in der Volksbank Brackenheim-Güglingen e.G.

„Die Städte und Gemeinden stehen heute vor besonderen Herausforderungen, die sich aus dem demografischen, sozialen und ökonomischen Wandel unserer Gesellschaft ergeben. Im Ländlichen Raum manifestiert sich das in einer ganz besonderen Weise“, begründet die Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch ihr Engagement dafür, dass die Ausstellung „Haus. Häuser. Quartiere // Wohnen nachhaltig gestalten“ nach Brackenheim kam. Die Energiewende hat zum Ziel, bis 2050 den CO2-Ausstoß im Wohnbereich um bis zu 90 Prozent gegenüber 1990 zu verringern. „Um dieses Ziel zu erreichen, brauchen wir intelligente und integrierte Energiekonzepte, die über das einzelne Haus hinausgehen und ganze Quartiere und Stadtteile einbeziehen. Neben dem funktionalen Anspruch sollte aber auch die städtebauliche Qualität nicht zu kurz kommen“, fasst Gurr-Hirsch das Motiv der gleichnamigen Initiative 2013/2014 der Arbeitsgemeinschaft der Baden-Württembergischen Bausparkassen zusammen, deren Preisträger in der Ausstellung zu sehen waren. „Was die Ausstellung beweist, ist vor allem auch, dass innovative, funktionale und nachhaltige Wohnkonzepte nicht auf Kosten hoher städtebaulicher und architektonischer Ansprüche realisiert werden müssen“, kommentiert die CDU-Politikerin die Preisträger. Dass es gerade die Baden-Württembergischen Bausparkassen sind, die eine solche Initiative ins Leben riefen, so Gurr-Hirsch weiter, liege daran dass diese die Hälfte des bundesweiten Bausparmarktes auf sich vereinen. „Das berührt insbesondere den Bereich des demografischen Wandels. Bedenkt man, dass nur jede 60. Wohnung barrierefrei ist und die Investitionen in die Barrierefreiheit einer Wohnung etwa 20.000 bis 60.000 Euro betragen, ist das für die Bausparkassen ein attraktives Geschäftsfeld. Ich finde es gut, dass sie sich in diesem zukunftsweisenden Bereich engagieren und die private Initiative unterstützen.“ Sie wisse, dass es sich bei der Diskussion in gewisser Weise um ein Luxusproblem handle. Dennoch sei es wichtig, immer neue Impulse zu geben, um auch in Zukunft die Lebensqualität und die Attraktivität ganz besonders im Ländlichen Raum aufrecht zu erhalten. Deshalb war es ihr wichtig, die 20 Preisträger unter den 80 eingereichten Projekten vorzustellen, die insgesamt 65.000 Euro an Preisgeldern erhielten.

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