Baden-Württemberg zu Gast in Kalifornien

Eindrucksvolle Informationsreise ins Silicon Valley

Voll beladen mit Eindrücken aus dem Herzen der Amerikanischen Innovationsfabriken kam Friedlinde Gurr-Hirsch von einer einwöchigen Reise mit einer Delegation des Landes nach Kalifornien zurück. Im Zentrum der Reise standen die Herausforderungen und Chancen, die sich aus der immer weiter voranschreitenden Digitalisierung der Gesellschaft ergeben. „Das Konzept der ‚Industrie 4.0‘, also der intelligenten Vernetzung von Arbeits- und Produktionsprozessen, wird unsere Wirtschaft und unser Leben massiv verändern. Darauf müssen wir uns einstellen“, erklärte die CDU-Landtagsabgeordnete den Anlass der Reise. Das umfangreiche Programm der 70-köpfigen Delegation führte zu den Vorreitern auf dem Gebiet der Digitalisierung, namentlich Unternehmen wie Google, Apple, Tesla und SAP. Der Fokus beschränkte sich jedoch nicht alleine auf die unternehmerische Seite der Innovationsregion. Ein Besuch der Universitäten Stanford und Berkeley, die für ihre Ausgründungen bekannt sind, stand ebenso auf dem Programm. Genau wie Wissenschaftsministerin Bauer war Friedlinde Gurr-Hirsch beeindruckt von den Studienbedingungen der amerikanischen Elite-Universitäten, die jedoch mit enormen Studiengebühren von bis zu 50.000 Euro im Jahr finanziert werden. „Dass sich die Studienbedingungen an Baden-Württembergischen Universitäten kaum dadurch gebessert haben werden, dass durch die grün-rote Landesregierung zuallererst die vergleichsweise sehr geringen Studiengebühren abschafft wurden, hat die Ministerin dabei wohl nicht bedacht“, so Gurr-Hirsch.
 
Fasziniert war Friedlinde Gurr-Hirsch von den Netzwerken, die im Silicon Valley zwischen Spitzenuniversitäten und innovativen Unternehmen bestehen. Die Hochschulen helfen den Studenten und Wissenschaftlern beispielsweise, wenn sie ein Unternehmen gründen wollen. Für junge Unternehmen ist es auch sehr einfach, Investoren für gute Ideen zu finden, die sich mit Wagniskapital an der Finanzierung beteiligen. „Allerdings gilt auch hier die Devise von ‚hire and fire‘. Unterstützer finden sich schnell für eine neue Idee, wenn sie aber nicht erfolgreich ist, sind die Kapitalgeber auch schnell wieder weg“, beschreibt Friedlinde Gurr-Hirsch das System der Unternehmensgründungen in Kalifornien. „Manchmal hatte ich den Eindruck, dass es ‚nach Lehman Brothers riecht‘, dass hier eine riesige Blase entsteht, die jederzeit platzen könnte“, gibt die CDU-Abgeordnete zu bedenken. Dieser Eindruck schmälerte aber nicht die Begeisterung für die Innovationskraft die in der Region steckt. „Ich glaube, dass wir auf dieser Reise viel für Baden-Württemberg lernen konnten. Wir sind schon auf einem sehr guten Weg bei der Digitalisierung, und wenn wir das Beste aus schwäbischer Tüftelei und amerikanischem Innovationsgeist zusammennehmen, wird unser Bundesland seine starke Position im internationalen Wettbewerb verteidigen. Dafür müssen wir weiterhin in die digitale Infrastruktur und in die Ausbildung von Fachkräften investieren“, so Gurr-Hirsch. „Allerdings ist schon allein die Tatsache, dass in dieser Woche führende Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik einen intensiven Austausch begründen konnten, ein Impuls für die Gestaltung einer erfolgreichen Zukunft unseres Bundeslandes“, fasste Friedlinde Gurr-Hirsch ihre Reiseeindrücke zusammen.

Nach oben