Besuch der Mevlana-Moschee in Eppingen

Friedlinde Gurr-Hirsch beim 17. Internationalen Sommerfest

Wie jedes Jahr an Pfingsten feierte die Mevlana Moschee in Eppingen ihr mittlerweile 17. Internationales Sommerfest. „Mit der Gemeinde der Mevlana Moschee stehe ich seit vielen Jahren in Kontakt, weshalb ich sehr gerne regelmäßig am Internationalen Sommerfest teilnehme“, sagte die Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch anlässlich ihres Besuchs in Eppingen. Gefeiert wurde mit Musik- und Tanzaufführungen, Angeboten für Kinder und natürlich mit Spezialitäten aus der türkischen Küche, was neben dem schönen Wetter für eine große Besucherzahl sorgte. „Es freut mich immer wieder zu sehen, dass sich die Bürgerinnen und Bürger bei diesem Fest über ihre Kulturen austauschen können und dieses Angebot nutzen“, lobte die Landtagsabgeordnete die Initiatoren und Gäste des Festes.
 
Der gegenseitige Austausch wurde neben dem kulturellen Rahmenprogramm auch dadurch angeregt, dass die Mitglieder der Türkisch-Islamischen Gemeinde zu Eppingen e.V. im Rahmen von Führungen durch die Moschee ihren Glauben erläuterten. „Im gemeinsamen Gespräch lassen sich Vorurteile sehr schnell ausräumen, was für mich ein großer Vorteil dieses Festes ist“, ist die CDU-Abgeordnete Gurr-Hirsch überzeugt. Besonders vor dem Hintergrund des Terrors der im Nahen Osten durch den sogenannten „Islamischen Staat“ verbreitet wird, war es den Muslimen in Eppingen wichtig, ihre Ablehnung gegenüber jeglicher Gewalt im Namen der Religion auszudrücken. „Für die hiesigen Muslime ist es nicht einfach, wenn ihre Religion mit brutalen Anschlägen in Verbindung gebracht wird. Deshalb finde ich es umso großartiger, dass sie sich mit diesem Fest engagieren und ihre Offenheit signalisieren“, merkte Friedlinde Gurr-Hirsch an.
 
Mit dem Gemeindevorsitzenden Erkin Çetinkaya war sich die Abgeordnete, die im Landtag auch im Integrationsausschuss sitzt, darüber einig, dass für die Integration türkischstämmiger Mitbürger in unserer Gesellschaft  die Sprache der zentrale Schlüssel ist. Gerade bei Müttern sollte die Sprachförderung noch stärker ansetzen. „Mütter sind für ihre Kinder die wichtigste Bezugsperson und damit auch für den Erwerb der „Muttersprache“ wichtig, die ihren Namen nicht von Ungefähr hat. Türkischstämmige Kinder können davon profitieren, dass sie im besten Fall zweisprachig aufwachsen, dafür müssen aber auch die Mütter, die oftmals nicht über die Arbeit die deutsche Sprache erlernen, gefördert werden“, erklärte Gurr-Hirsch den Zusammenhang. Als praktisches Beispiel nannte Gurr-Hirsch Elternabende, bei denen wichtige Informationen für die Zukunft der Kinder behandelt werden. Wenn die Mütter die Sprache nicht beherrschen, könnten sie diese Informationen nicht nutzen. „In Eppingen sieht man, dass Integration gelingen kann – einheimische und türkischstämmige Bevölkerung beweisen ihre Toleranz und gegenseitige Wertschätzung nicht nur beim jährlichen Sommerfest immer wieder aufs Neue“, resümierte die CDU-Abgeordnete ihren Besuch.

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