Vor Ort in der Lindenhofschule in Massenbachhausen

Im Rahmen ihrer regelmäßigen Vor-Ort-Gespräche in den Schulen in ihrem Wahlkreis besuchte die Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch die Lindenhofgrundschule in Massenbachhausen. Dabei thematisierte sie im Austausch mit Rektor Franz Kapinus insbesondere die Entwicklung der Schülerzahlen. Mittlerweile besuchen 100 Schülerinnen und Schüler die einzige Schule der rund 3.500 Einwohner zählenden Gemeinde. Während die Grundschule vor zehn Jahren noch dreizügig war, ist sie derzeit nur noch einzügig. Durch das Neubaugebiet Schmähling wird allerdings davon ausgegangen, dass die Lindenhofschule im nächsten Schuljahr zweizügig sein wird.
 
Ein zentrales Merkmal der Schule ist die enge Vernetzung und intensive Zusammenarbeit mit dem Kindergarten. Im Rahmen des Projekts „Schulreifes Kind“ sind die Kindergartenkinder an zwei Vormittagen in der Woche in der Schule. Dort werden sie von den Erzieherinnen und der zukünftigen Klassenlehrerin betreut. Unterstützung erfährt die Grundschule dabei von der Akademie für Innovative Bildung und Management Heilbronn-Franken (AIM), die die Lindenhofschule auf dem Weg zu einer „gebundenen Ganztagessschule“ sieht. Die AIM gewährte der Lindenhofschule unter anderem auch einen großzügigen Zuschuss zur Beschaffung von Instrumenten für die im Jahre 2004 eingeführte Bläserklasse.
 
Darüber hinaus stand das Thema Inklusion im Mittelpunkt des Gesprächs. Die gemeinsame Beschulung behinderter und nicht behinderter Kinder muss in Baden-Württemberg flächendeckend umgesetzt werden. Dies geht zurück auf eine Konvention der Vereinten Nationen, die besagt, dass Regelschulen für Behinderte allgemein geöffnet werden müssen. Laut Friedlinde Gurr-Hirsch muss dies mit Maß und Mitte erfolgen. Für sie steht die Wahlfreiheit der Eltern im Mittelpunkt. Auf Grundlage qualifizierter Beratungen sollen diese frei entscheiden können, welche Schulart für ihr Kind die besten Bedingungen bietet. Für das Land ist das mit hohen Kosten verbunden. „Inklusion ist kein Sparmodell, da an den Inklusionsschulen zusätzliche Sozialpädagogen eingesetzt werden müssen und diese Schulen darüber hinaus auch entsprechend ausgestattet sein müssen“, konstatierte die CDU-Politikerin.
 
MK

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