"Mit offenen Augen durch den Wald"

Ferienaktion mit Jägerin Heike Hörmann und Friedlinde Gurr-Hirsch

Mehr als 30 Kinder aus Untergruppenbach freuten sich gleich zu Ferienbeginn über einen Nachmittag im Wald. Die Jägerin Heike Hörmann veranstaltete gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Friedlinde Gurr-Hirsch ein vielfältiges Walderlebnisprogramm. Dabei erfuhren die Kinder viel Wissenswertes über die in unseren Wäldern anzutreffende Tier- und Pflanzenwelt. Sie lernten, weshalb der Beruf des Jägers zum Schutz der Wälder so wichtig ist und was passieren würde, wenn manche Tiere nicht mehr gejagt werden dürften.
 
Friedlinde Gurr-Hirsch ging in ihrer Lernwerkstatt vor allem die Bedeutung des Waldes in der Geschichte der Menschheit ein. In Baden-Württemberg ist 39 Prozent der Fläche bewaldet und seit 300 Jahren wissen die Menschen, dass sie dem Wald nicht mehr entnehmen können als das, was nachwächst. Dies nennt man das Prinzip der Nachhaltigkeit. Die Landtagsabgeordnete thematisierte insbesondere die Bedeutung der Rotbuche, die es bei uns ununterbrochen seit rund 4.500 Jahren gibt. „Rotbuchen haben in etwa einen Anteil von 14 Prozent an der gesamtdeutschen Waldfläche von circa 10,8 Millionen Hektar und zeichnen sich vor allem durch eine hohe Holzhärte aus. Dadurch ist das Holz der Rotbuche ein wichtiger Rohstoff für Eisenbahnschwellen und wird häufig in der Möbelherstellung eingesetzt. Auch Holzspielzeuge und Rührlöffel werden häufig aus Rotbuchenholz hergestellt“, hob Friedlinde Gurr-Hirsch hervor.
 
Das Interesse der Kinder am Waldgeschehen war groß. „Dies zeigt, dass Aktivitäten vor Ort von zentraler Bedeutung sind, damit unsere Kinder die sie umgebende Natur kennenlernen und erleben. Gerade vor dem Hintergrund eines ständig steigenden Medienkonsums ist es umso erforderlicher, dass die jungen Menschen regelmäßig in Feld und Wald ihre eigenen Erfahrungen machen“, so Gurr-Hirsch, die selbst Großmama von vier Enkelkindern ist. „Wer schon in frühen Jahren mit offenen Augen durch den Wald geht, lernt nachhaltig zu Handeln und entwickelt ein Gefühl der Verantwortung gegenüber der Schöpfung“, betonte die CDU-Politikerin.
 
Daneben kamen auch Spiele und Rätselraten nicht zu kurz. Besonders begeistert waren die Kinder von den im Wald versteckten präparierten Tieren, die die beiden ebenfalls mitwirkenden Jäger Carsten Koch und Simon Brod vorstellten. Den Kindern wurde dabei schnell klar, dass die Hauptaufgabe der Jägerschaft nicht das Töten von Tieren, sondern die Pflege des Waldes ist. Darüber hinaus erklärten die beiden Jäger die verschiedenen Signale des Jagdhorns und die Aufgaben der Jagdhunde. „Carsten Koch, Simon Brod und Heike Hörmann haben sich sehr viel Mühe gegeben und den Kindern einen sehr interessanten und abwechslungsreichen Nachmittag geboten. Das ist alles andere als selbstverständlich“, dankte Friedlinde Gurr-Hirsch den Beteiligten.
 
MK

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