Besuch in Süddeutschlands größtem Schlachtbetrieb

Vor-Ort-Aktion im Schweinefleischzentrum in Ulm

 

Um sich vor Ort ein Bild von der Verarbeitung und Vermarktung von Fleischprodukten zu machen, besuchte der Arbeitskreis „Ländlicher Raum und Verbraucherschutz“ der CDU-Landtagsfraktion gemeinsam mit dem Fraktionsvorsitzenden Peter Hauk MdL das „Süddeutsche Schweinefleischzentrum“ in Ulm. Mit dabei war auch die Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch, die als Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz häufig mit fleischverarbeitenden Betrieben zu tun hatte.  
 
Derzeit werden im Süddeutschen Schweinefleischzentrum pro Woche rund 32.000 Schweine geschlachtet. Tendenz steigend. Es ist der fünftgrößte Schlachthof in Deutschland, wobei in Ulm ausschließlich Schweine aus Süddeutschland verarbeitet werden. Dabei bleiben von einem durchschnittlich 96 Kilogramm schweren Schwein lediglich zwei Kilogramm Schlachtabfälle übrig. „Dies ist ein enorm hoher Verwertungsgrad, der insbesondere darauf zurückzuführen ist, dass sich die Müller-Gruppe, das Familienunternehmen hinter dem Ulmer Schlachthof, neben der Fleischvermarktung noch weitere Märkte erschloss. So wird beispielsweise aus Teilen des Darms der Schweine Heparin hergestellt, das bei Operationen gegen Embolien und Thrombosen eingesetzt wird. Als fertig abgepacktes Produkt gelangt das Heparin direkt vom Schlachthof zu den Pharmafirmen“, lobte Friedlinde Gurr-Hirsch die Diversifikation des Unternehmens. Hierdurch wird eine gewisse Quersubventionierung von stark nachgefragten Schweinefleischprodukten ermöglicht. „Sonst müssten die Konsumenten für edle Fleischteile ein Vielfaches bezahlen“, hob die Landtagsabgeordnete hervor.
 
Durch die Konzentration auf süddeutsche Schweine profiliert sich der Schlachthof und es gibt keine langen Transportzeiten für die Tiere. „Dies ist ein Markenzeichen und steht für eine erfolgreiche und nachhaltige Lebensmittelproduktion in unseren ländlichen Räumen“, so Gurr-Hirsch. Sorge bereitet der CDU-Landtagsabgeordneten in diesem Zusammenhang allerdings die heimische Ferkelproduktion, die in Baden-Württemberg in den letzten Jahren immer weiter abnimmt.
 
MK

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