Parlamentarische Anfrage von Friedlinde Gurr-Hirsch

„Für die CDU-Landtagsfraktion ist die Förderung von Mädchen und Frauen von zentraler Bedeutung. Wir wollen jungen Frauen Wege aufzeigen, die sie beruflich einschlagen können und die notwendige Unterstützung zukommen lassen, die sie brauchen“ betonte die Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch anlässlich der Beantwortung ihrer parlamentarischen Anfrage zur Girls’Day Akademie in Baden-Württemberg. Dabei handelt es sich um wöchentlich stattfindende schulische Arbeitsgemeinschaften, bei denen Mädchen in den Klassen sieben bis zehn naturwissenschaftliche und technische Inhalte anhand praktischer Arbeiten bei verschiedenen Bildungspartnern wie Unternehmen und Hochschulen kennenlernen. Dieses freiwillige Angebot, das die Arbeitsagentur Heilbronn gemeinsam mit dem Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg e.V. entwickelte, gibt es seit dem Jahr 2007. Rund 500 Schülerinnen nehmen pro Jahr daran teil.
 
„Die Girls’Day Akademie ist eine hervorragende Möglichkeit Mädchen an Berufe heranzuführen, die normalerweise eher von Jungen gewählt werden“, hob Friedlinde Gurr-Hirsch hervor. Es dürfe keine strikte Denkweise in ‚Männerberufe‘ und ‚Frauenberufe‘ mehr geben. „Wir müssen Jungen und Mädchen stets alle Berufsoptionen aufzeigen und ihnen Einblick in alle Formen der Arbeitswelt gewähren“, so die CDU-Politikerin. Sie freut sich darüber, dass andere Bundesländer das Konzept der Girls’Day Akademie mittlerweile übernehmen. Das Bundesland Berlinnahm die Girls’Day Akademie zur Umsetzung der Chancengleichheit für Frauen in die Koalitionsvereinbarung auf und startete im Schuljahr 2011/2012 mit zwei Akademien. Bayern führte die Girls’Day Akademie im Jahr 2013 an sieben Standorten ein und in Hannover und Hamburg finden Abstimmungsgespräche hierzu statt. „Das baden-württembergische Modell zur Förderung des MINT-Interesses (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) bei jungen Frauen ist erfolgreich und setzt sich durch“, so Gurr-Hirsch. Allerdings sei die Landesregierung gefordert, verstärkt auf die Angebote der Girls’Day Akademien aufmerksam zu machen. „Angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels muss die grün-rote Koalition alles dafür tun, um bei jungen Frauen das Interesse für MINT-Berufe zu wecken“, konstatierte die Landtagsabgeordnete.
 
MK

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