"Friedlinde-Treffen" in Lauffen am Neckar

Bereits zum siebten Mal trafen sich "Friedlinden" in der Region Heilbronn

Auf Einladung der Landtagsabgeordneten Friedlinde Gurr-Hirsch begegnen sich bei den jährlich im Sommer stattfindenden Friedlinde-Treffen Frauen mit dem seltenen Vornamen. Das diesjährige Ziel war die Wein- und Hölderlinstadt Lauffen a.N., die in diesem Jahr die 100-jährige Vereinigung von Städtle und Dorf feiert. Die Frauen erkundeten die reizvolle Stadt am Neckarufer und erfuhren von Gästeführerin Andrea Täschner in der Rolle des ehemaligen Stadtbüttels „Hillers Loui“ Vieles über die Lebenssituation in den beiden vor 1914 noch nicht vereinten Siedlungen am Wasser. Verbunden waren die Menschen an beiden Ufern allerdings schon seit 1532 durch eine Neckarbrücke, die damals flussabwärts nach Bad Cannstatt die erste Querung war.
 
Anschließend empfing der Lauffener Bürgermeister Klaus-Peter Waldenberger die inzwischen 49 Mitglieder umfassende Gruppe. Er berichtete unter der 100-jährigen Einheitslinde auf der Rathausinsel über die aktuellen Entwicklungen in der mittlerweile rund 11.000 Einwohner zählenden Kommune, die sich insbesondere durch ihre zahlreichen Bildungs- und Kultureinrichtungen auszeichnet. Dazu zählt auch das Hölderlin-Zimmer im Museum im Klosterhof, in dem die stellvertretende Museumsleiterin Eva Ehrenfeld den Friedlinden zum Abschluss des vielfältigen Besuchstages gewohnt engagiert das Leben und Wirken des weit bekannten Sohnes der Stadt vermittelte.
 
„Ich habe mich sehr über das Wiedersehen mit den bereits bekannten Friedlinden und das Kennenlernen weiterer neuer Namensschwestern gefreut“, betonte Friedlinde Gurr-Hirsch im Rahmen der Stadtbesichtigung. Ursprünglicher Anlass der Friedlinde-Treffen war die Suche nach der Herkunft dieses seltenen Vornamens und der Wunsch, sich über dessen Bedeutung auszutauschen. Daraus entwickelten sich regelmäßige Begegnungen, bei denen die Frauen herausfanden, dass ihr seltener Name auf die im Jahre 1920 geborene Friedlinde Haag zurückzuführen ist. Sie war die hübsche Tochter des Weinbauers und Reichstagsabgeordneten Heinrich Haag. Zahlreiche Erntehelfer wurden von ihr für die Namensgebung ihrer eigenen Kinder inspiriert. „Wahrscheinlich auch mein Großvater, der bei Heinrich Haag Landarbeiter war“, so Gurr-Hirsch.  
 
Inzwischen sind die Friedlinde-Treffen ein fester Bestandteil des Jahreslaufs. Nicht alle Frauen sind aus der Region Heilbronn. „Viele reisen sogar extra aus anderen Bundesländern an“, hob Friedlinde Gurr-Hirsch hervor. Sie freut sich besonders darüber, dass die Frauen bereits zweimal gemeinsam einen Lindenbaum pflanzten. Beim ersten Treffen in Eppingen und im Rahmen der Sanierung und Bepflanzung der Heilbronner Allee im November 2013 stifteten die Friedlinden einen Lindenbaum.
 
Friedlinden, die Interesse am Club haben und zu den regelmäßig stattfindenden Treffen eingeladen werden möchten, können sich sehr gerne unter der Telefonnummer 07131 / 701541 oder der E-Mailadresse info@gurr-hirsch.de bei Friedlinde Gurr-Hirsch melden. Darüber hinaus kann die Süßkirsche „Friedlinde“, eine von der CDU-Politikerin im Jahr 2009 persönlich getaufte neue Kirschbaumsorte, in der Baumschule Heckmann in Widdern käuflich erworben werden.
 
MK

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