Arbeitskreis Integration der CDU Baden-Württemberg vor Ort

Der regelmäßig tagende Arbeitskreis Integration der CDU Baden-Württemberg besuchte in seiner letzten Sitzung das Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg in Stuttgart. Dieses besteht seit 1976 und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa im Bewusstsein der Bevölkerung zu halten. Dazu veranstaltet das Haus Ausstellungen, Lesungen, Konzerte sowie Vorträge und Tagungen. „Publikationen des Hauses der Heimat beschäftigen sich mit Personen und Ereignissen der deutschen Kultur und Geschichte in den Regionen in Ost-, Mittelost- und Südosteuropa und deren Bezügen zu Baden-Württemberg“, betonte die Vorsitzende des Arbeitskreises Integration der CDU Baden-Württemberg Friedlinde Gurr-Hirsch im Rahmen der Besichtigung. Sie war insbesondere von der öffentlichen Bibliothek des Hauses der Heimat beeindruckt. Diese bietet mit mehr als 24.000 Medieneinheiten umfangreiche und spezifische Informationen zur deutschen Geschichte, Kultur und Literatur im östlichen Europa.
 
Darüber hinaus veranstaltet das Haus der Heimat jedes Jahr einen Schülerwettbewerb, bei dem Schülerinnen und Schüler einen Wissenstest absolvieren oder sich dem jeweiligen Jahresthema schreibend und gestaltend nähern. Zum Programm des Hauses gehören außerdem Studienfahrten und Lehrerfortbildungen. Dabei steht zunehmend die Europäische Union im Mittelpunkt. Laut Leiterin Dr. Christine Absmeier sind heute die europäische Integration und die Schaffung einer stabilen europäischen Gemeinschaft zentrales Ziel, während es früher hauptsächlich um die Integration von Heimatvertriebenen ging.
 
Die bei der Besichtigung ebenfalls anwesenden Vertreter verschiedener Landsmannschaften kritisierten beim gemeinsamen Austauschgespräch insbesondere die Veränderungen im Rundfunkrat. Durch die Änderung des Rundfunkstaatsvertrages reduzierte sich die Anzahl der Sitze für die Vertriebenenorganisationen im Rundfunkrat von zwei auf einen halben Sitz. Die Landsmannschaften wünschen sich darüber hinaus einen besseren Einbezug von Zeitzeugen in den Geschichtsunterricht in Baden-Württemberg. „Vertriebene könnten authentisch über die Suche nach einer neuen Heimat berichten und haben sehr viel Erfahrung mit gelingender Integration“, so Gurr-Hirsch abschließend.
 
MK

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