Vortrag von Dr. Michael Blume in der Katharinenkapelle in Eppingen

„Der Kompass für die parlamentarische Arbeit der CDU-Fraktion ist das christliche Menschenbild“, betonte die Landtagsabgeordnete und stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Friedlinde Gurr-Hirsch im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung zur Rolle der Religion in Politik und Gesellschaft. Zum Kern dieses Wertefundaments gehört ihrer Ansicht nach, dass der Mensch nicht auf sich begrenzt ist, sondern dass er Teil einer Gemeinschaft ist, für die er ebenfalls Verantwortung trägt. „Christ sein heißt, für andere da zu sein“, hob Friedlinde Gurr-Hirsch hervor.
 
Die Landtagsabgeordnete freute sich sehr darüber, dass der gemeinsam mit dem CDU-Stadtverband Eppingen und dem Katholischen Bildungswerk Eppingen veranstaltete Informationsabend bei den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort auf großes Interesse stieß. Mehr als 50 Gäste kamen in die ehrwürdige Eppinger Katharinenkapelle, um mit Friedlinde Gurr-Hirsch, dem stellvertretenden CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Jochen Oppolzer, dem Leiter des Katholischen Bildungswerks Josef Semek und insbesondere dem Gastreferenten Dr. Michael Blume über die Bedeutung des Glaubens und die Zukunft der Religionen zu diskutieren.
 
Dr. Michael Blume ist ein angesehener Religionswissenschaftler, der derzeit an der Universität zu Köln lehrt und in den letzten Jahren verschiedene Sachbücher zur Evolution des Glaubens und des religiösen Verhaltens der Menschen veröffentlichte. Er ist davon überzeugt, dass Kirchen und Religionen auch in Zukunft zu unserer Gesellschaft gehören. „Allerdings ist zu beobachten, dass vor allem in den Industrieländern die Religiosität der Menschen zurückgeht. Dies hängt hauptsächlich mit dem zunehmenden wirtschaftlichen Wohlstand zusammen. Wenn es einem gut geht, wird weniger gebetet“, erläuterte Dr. Michael Blume.
 
Darüber hinaus besteht seiner Meinung nach eine Korrelation zwischen Religion und Demografie. „Religiöse Familien sind kinderreicher als nicht-religiöse Familien bzw. ohne Glauben mangelt es an Nachkommen“, konstatierte Dr. Blume. Um Glaubensauseinandersetzungen vorzubeugen, forderte er die Anwesenden dazu auf, sich gegenüber anderen Religionen zu öffnen und sich für deren Ritte und Bräuche zu interessieren. „Ein gutes Miteinander der Religionen entsteht nicht von allein. Nur durch einen intensiven Dialog, durch konstruktive Zusammenarbeit und durch umfassende Integration kann Extremismus verhindert werden“, so Dr. Michael Blume abschließend.
 
MK

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