Friedlinde Gurr-Hirsch lobte Steillagenweinbau

Auf Einladung des Vorstandsvorsitzenden der Lauffener Weingärtner eG Ulrich Maile sprach die Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch die diesjährige Eröffnungsrede beim Käsbergfest in Mundelsheim. Dabei thematisierte die ehemalige Landwirtschaftsstaatssekretärin insbesondere die Besonderheiten des Steillagenweinbaus, der in Lauffen und Mundelsheim von großer Bedeutung ist. Für die Qualität des Weines hat diese traditionelle Anbauform viele Vorteile. Dazu zählt eine optimale Lichtausbeute und Wärmeaufnahme. „Der steinige Boden und die Trockenmauern speichern tagsüber die Wärme und geben diese nachts wieder ab“, erläuterte Friedlinde Gurr-Hirsch. Allerdings sei der Arbeitsaufwand in den Steillagen etwa um den Faktor drei höher als bei Rebanlagen in der Ebene. „Die Bewirtschaftung von Mauerweinbergen ist mit viel mühsamer Handarbeit verbunden. Dafür müssen die Winzerinnen und Winzer einen finanziellen Ausgleich erhalten“, hob die Landtagsabgeordnete hervor.
 
Der CDU-geführten Vorgängerregierung war es stets ein zentrales Anliegen den Steillagenweinbau zu erhalten. Sie förderte die Bewirtschaftung von Terrassenweinbergen im Rahmen des Marktentlastungs- und Kulturlandschaftsausgleichs (MEKA). Friedlinde Gurr-Hirsch forderte die grün-rote Koalition in ihrer Rede dazu auf, diese wichtige finanzielle Unterstützung fortzusetzen und die Fördersätze zu erhöhen. Darüber hinaus ist der CDU-Politikerin der Erhalt der traditionellen Weinbergmauern sehr wichtig. Baden-Württemberg verfügt insgesamt über mehr als 800 Hektar Weinbauflächen mit Trockenmauern. Deren Zustand verschlechtert sich, weil regelmäßige Reparaturen bzw. Sanierungen aufgrund zu hoher Kosten häufig nicht durchgeführt werden. „Mit den bisherigen Fördersätzen werden die Erhaltungskosten keinesfalls ausgeglichen“, betonte Friedlinde Gurr-Hirsch. Die Pflege und Renovierung der Mauerweinberge sei nicht zuletzt auch für die Biodiversität und den Tourismus im Land von hohem Wert. „Verkarstete Landschaften müssen verhindert werden, um den Ländlichen Raum für die Bevölkerung und die Wirtschaft attraktiv zu halten“, so die CDU-Abgeordnete. Auch die Verbraucherinnen und Verbraucher können einen Beitrag zum Erhalt des Steillagenweinbaus leisten, indem sie bewusst regionale Weine kaufen und dazu bereit sind etwas mehr für diese hochwertigen Produkte zu bezahlen.
 
MK

Nach oben