Fachgespräch Schwimmunterricht

Immer mehr Kinder können nicht schwimmen

Aus Sorge um die Schwimmfähigkeit der Kinder und Jugendlichen veranstaltete die Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch gemeinsam mit der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG) im Untergruppenbacher Freibad ein Fachgespräch mit zahlreichen Schwimmexperten. Hintergrund ist eine von ihr initiierte parlamentarische Anfrage zum Schwimmunterricht an den Schulen im Land.
 
Die seit wenigen Tagen vorliegende Stellungnahme der Landesregierung offenbart, dass immer mehr Kinder und Jugendliche in Baden-Württemberg nicht schwimmen können. „Dies liegt insbesondere auch daran, dass dem Schwimmunterricht in den Grundschulen zu wenig Raum eingeräumt wird“, betonte Friedlinde Gurr-Hirsch. Gemeinsam mit dem Landesvorsitzenden des Deutschen Sportlehrerverbands Heinz Frommel, dem Vorsitzenden der DLRG-Ortsgruppe Untergruppenbach Wolfgang Waldthaler der Lehrerin Svenja Haese sowie den ebenfalls anwesenden ehrenamtlichen Schwimmübungsleitern fordert sie, dass Schwimmen zu einem verpflichtenden Lern- und Lehrinhalt des Sportunterrichts in Baden-Württemberg wird. Dies müsse in den neuen Bildungsplänen berücksichtigt werden. „Ich rufe die Landesregierung dazu auf, hierfür die sächlichen Mittel zur Verfügung zu stellen und die Lehrerschaft entsprechend auszubilden“, so die CDU-Politikerin. „Um die Qualität des Schwimmunterrichts zu verbessern und die Präventions- und Rettungsfähigkeit der Lehrkräfte sicherzustellen, müssen sie sowohl fachdidaktisch-methodisch als auch im Hinblick auf die Personenrettung weitergebildet werden“, forderte Heinz Frommel.
 
Durch die zunehmende Ganztagesschulung bietet sich darüber hinaus in Zukunft eine Ausweitung der Zusammenarbeit zwischen den Grundschulen im Südwesten und dem DLRG Landesverband Baden-Württemberg e.V. an. Die Anwesenden schlugen vor, die Vereinbarung mit dem Landesverband Sport zur Kooperation im Rahmen der Ganztagesbeschulung für die mittlerweile 100-jährige DLRG zu übernehmen. „Schwimmen ist ein wichtiger Bestandteil unserer Kultur. Diese Fähigkeit gilt es auch zukünftig zu erhalten und zu fördern. Tödliche Schwimmunfälle, die in der letzten Zeit leider häufiger zu beklagen waren, müssen verhindert werden“, hob Friedlinde Gurr-Hirsch hervor.
 
MK

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