Mit Oberforstrat Martin Rüter, Altrevierförster Artur Hofmann und Friedlinde Gurr-Hirsch MdL

Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger zeigten großes Interesse am heimischen Wald und nahmen an einer von Friedlinde Gurr-Hirsch und dem CDU-Stadtverband Bad Rappenau organisierten Waldbegehung teil. Geführt wurde die Gruppe von den beiden FörsternMartin RüterundArtur Hofmann, die informativ und professionell aktuelle Herausforderungen der Holzwirtschaft beleuchteten.
 
Altrevierförster Artur Hofmann ist dabei insbesondere auf die gültige Forsteinrichtung im Stadtwald von Bad Rappenau eingegangen. Er zeigte die ökonomischen, ökologischen und sozialen Nutzungsziele des Waldes auf. Anhand zahlreicher Beispiele und Hintergrundinformationen veranschaulichte er, welche Waldarbeiten gewöhnlich durchgeführt werden und welche Auswirkungen sie auf die Entwicklung des Baumbestandes haben.
 
Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Auf den Spuren von Hans Carl von Carlowitz“. Dieser hat vor über 300 Jahren erkannt, dass die nachhaltige Waldbewirtschaftung unverzichtbar ist. Oberforstrat Martin Rüter, Leiter der Außenstelle Eppingen des Kreisforstamtes Heilbronn, erklärte, dass der Holzeinschlag nur in dem Maße erfolgen darf, wie Holzmasse nachwächst. Die Zitate aus einer Subskription des Originalwerkes verblüften die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ob ihrer Aktualität. Sie waren beeindruckt, dass der heute inflationär und für alle Bereiche verwendete Begriff der Nachhaltigkeit in der Waldwirtschaft schon vor langer Zeit eine bedeutende Rolle spielte.  
 
In der Schnitzelhütte am Waldstadion in Bad Rappenau fanden die Gespräche und Diskussionen ihre Fortsetzung. Dabei stand vor allem die nachhaltige Energieerzeugung im Mittelpunkt. „Gerade Baden-Württemberg, das bisher einen hohen Anteil von über 50 Prozent seines Stromes über die Kernkraft gewonnen hat, steht vor großen Veränderungen“, betonte Friedlinde Gurr-Hirsch. Sie hob hervor, dass Versorgungssicherheit, bezahlbare Energiepreise für Haushalte und Unternehmen, klimafreundliche Energieerzeugung und gesellschaftliche Akzeptanz gleichwertige Säulen einer modernen Energiepolitik sein müssen. „Nur so kann Baden-Württemberg als Industriestandort wettbewerbsfähig bleiben“, konstatierte die CDU-Politikerin.
 
MK

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