Friedlinde Gurr-Hirsch beim CDU-Stadtverband Bad Rappenau

Bei der Jahreshauptversammlung des CDU Stadtverbands Bad Rappenau wurde die bisherige Stellvertreterin und langjährige Gemeinderätin Gabriele Zimmermann zur neuen Vorsitzenden gewählt. Sie tritt damit die Nachfolge von Ralf Kochendörfer an, der nicht mehr für den Vorsitz kandidierte.
 
„Ich gratuliere Gabriele Zimmermann zur erfolgreichen Wahl recht herzlich und freue mich auf eine gute Zusammenarbeit zum Wohle der Kur- und Bäderstadt“, betonte die ebenfalls anwesende Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch. Sie ging in ihrem Grußwort insbesondere auf die zahlreichen Veränderungen in der Bildungspolitik ein. „Mit der Abschaffung der verbindlichen Grundschulempfehlung und der überhasteten Einführung der Gemeinschaftsschule werden auf dem Rücken unserer Kinder und Enkelkinder nicht zu Ende gedachte Bildungsexperimente durchgeführt“, so Gurr-Hirsch. Die bewährten Realschulen und Gymnasien im Land werden dabei vernachlässigt. Besonders deutlich wurde dies erneut bei den aktuellen Debatten um die zukünftige Lehrerausbildung. „Eine von Grün-Rot eingesetzte Expertenkommission hat vorgeschlagen, bei der Ausbildung künftig nicht mehr zwischen Gymnasial-, Realschul- und Hauptschullehrern zu unterscheiden und stattdessen den Einheitslehrer einzuführen“, hob die Landtagsabgeordnete hervor. Die anwesenden CDU-Mitglieder zeigten dafür kein Verständnis und äußerten erhebliche Bedenken zur Zukunft des Standorts Deutschland.
 
Bad Rappenau hat in der Bildungslandschaft einen Sonderweg eingeschlagen. Mit der Verbundschule, die einen Real- und einen Gemeinschaftsschulzug enthält, wurde ein Kompromiss gefunden, mit dem alle Gemeinderatsfraktionen leben können. Im ganzen Land gibt es nur in Tübingen einen ähnlichen Fall. Dort sind allerdings Gemeinschaftsschule und Gymnasium unter einem Dach. Die Konsequenzen, die damit einhergehen, wurden vom CDU-Fraktionsvorsitzenden Klaus Hocher erläutert.
 
Darüber hinaus wurde auf Initiative von Stadtrat Manfred Rein die zukünftige Entwicklung des Teilorts Heinsheim thematisiert. Dabei standen die Diskussion um fehlende Bauplätze sowie die ungünstige Verkehrslage im Mittelpunkt der Gespräche. Die mitten durch das Ort verlaufende Landesstraße weist seit Jahren erhebliche Mängel auf. Friedlinde Gurr-Hirsch hat in diesem Zusammenhang angekündigt, am 15. April 2013 die Situation vor Ort mit dem CDU- Landtagsfraktionsvorsitzenden Peter Hauk in Augenschein zu nehmen.
 
MK

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