Besuch im Kernkraftwerk Neckarwestheim

Friedlinde Gurr-Hirsch führte Gespräch zur Energiewende

Zu einem Gespräch mit Christoph Heil, dem Technischen Geschäftsführer des Kernkraftwerks Neckarwestheim traf sich Friedlinde Gurr-Hirsch gemeinsam mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Eberhard Gienger, dem EnBW-Mitarbeiter und Vorsitzenden des CDU-Ortsverbands Neckarwestheim Thomas Ulrich und Prof. Dr. Marcus Rieker, Professor für Nuklearphysik. Die Landtagsabgeordnete hatte den Kontakt zwischen Christoph Heil und dem Universitätsprofessor hergestellt, der den EnBW-Standort für Kooperationen mit Studenten gewinnen möchte, um so die Sammlung praktischer Erfahrungen auf diesem Gebiet zu ermöglichen.
 
Im Gespräch ging es außerdem um das Problem der langwierigen Genehmigungsverfahren, die momentan beim Rückbau auftreten und so hohe Kosten verursachen und die Rückbautätigkeiten verzögern.„Eine schnelle Abwicklung der Genehmigungsverfahren ist aus unserer Sicht äußerst wichtig. Die Geldsummen, die durch die Verzögerungen entstehen, könnten effizienter in die Energiewende investiert werden.“, so Friedlinde Gurr-Hirsch. Entscheidend ist hierbei ob und ab wann das Endlager Schacht Konrad in Salzgitter zur Verfügung stehen wird. So ist der Bau neuer Lagerungskapazitäten für schwach- und mittelradioaktive Abfälle in jedem Fall nötig. In welchem Umfang hängt allerdings davon ab, ob und wann Konrad zur Verfügung stehen wird.
 
Zur Sprache kam auch die mögliche Zwischenlagerung von Brennstäben aus dem Kernkraftwerk Obrigheim in Neckarwestheim. Dies stellt im Vergleich zum Bau eines neuen Lagers in Obrigheim die Möglichkeit dar, den Standort Obrigheim schneller Kernbrennstofffrei zu machen. Da damit jedoch Castortransporte einhergehen würden, müssen Für und Wider der Lagerung an beiden Standorten intensiv diskutiert werden. „Es geht darum, eine tragfähige und vernünftige Lösung zu finden, die in der Öffentlichkeit vermittelbar ist und Akzeptanz findet“, betonte die Landtagsabgeordnete.

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