Friedlinde Gurr-Hirsch MdL: "Landesregierung muss Auszubildendenaustausch in der EU weiter fördern!"

„Wir begrüßen den Anstieg der teilnehmenden Auszubildenden im Rahmen des Leonardo da Vinci-Programms der EU in Baden-Württemberg. Das gilt besonders vor dem Hintergrund der Gewinnung von hochqualifizierten Arbeitskräften beim drohenden Fachkräftemangel. Von diesem EU-weiten Austauschprogramm profitieren nicht nur die Auszubildenden, weil sie in den wichtigen Kompetenzfeldern Auslandserfahrung und Fremdsprachen wichtige Qualifizierungen erwerben. Auch die Unternehmen profitieren davon, wenn ihre Auszubildenden Erfahrungen im Ausland sammeln und die im Ausbildungsbetrieb anwenden. Deshalb ist es umso wichtiger, dass die Landesregierung für die neue Förderperiode beim Leonardo da Vinci-Programm ab 2014 wieder die finanzielle Unterstützung seitens des Landes gewährt“, sagte die stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, am Donnerstag (21. März) in Stuttgart. Damit greift die CDU-Politikerin einen kritischen Punkt in der Antwort des Finanz- und Wirtschaftsministeriums auf ihren Antrag (15/3096) auf. Dort werden keine konkreten Angaben gemacht, in wie weit das Land über 2014 hinaus das erfolgreiche Programm fördern möchte und wie es sich zu den EU-Bestrebungen verhalten will, das Programm „Erasmus für alle“ auch auf die Auszubildenden auszudehnen.
 
„Die Landesregierung muss rechtzeitig Vorsorge treffen, das die Servicestelle ,Goforeurope‘ auch über 2014 hinaus ihre wertvolle Arbeit weiter leisten kann. Des Weiteren muss sie sich auf EU-Ebene gemeinsam mit dem Bildungsausschuss des Europäischen Parlaments dafür einsetzen, dass auch in der neuen Förderperiode die Mobilität der beruflichen Bildung besonders berücksichtigt wird und ein Fokus auf der Zielgruppe der Auszubildenden bleibt. Sonst besteht die Gefahr, dass durch die Zusammenfassung aller EU-Mobilitätsprogramme unter dem Titel ,Erasmus für alle‘ die spezifischen Besonderheiten und Qualitäten des Auszubildendenaustausches und des Studentenaustausches verwässert werden. Vor allem die Auszubildenden müssen ihre speziellen Auslandserfahrungen im Arbeitsmarkt weiterhin machen können“, forderte Gurr-Hirsch.

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