Sehr gut besuchte Informations- und Diskussionsveranstaltung in Lauffen

Die CDU-Landtagsfraktion setzt sich für den Erhalt der Realschule ein. Sie engagiert sich für vielfältige Bildungswege, attraktive Lernangebote und für eine gute Zukunft der Realschule. Deren Fortbestand wird durch die aktuelle Landesregierung zunehmend gefährdet. „Mit der Ankündigung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann, dass in Baden-Württemberg ein aus Gemeinschaftsschule und Gymnasium bestehendes „Zwei-Säulen-Modell“ entstehen soll, greift er unsere erfolgreiche Realschule an“, betonte Friedlinde Gurr-Hirsch, die gemeinsam mit der CDU Lauffen in der örtlichen Musikschule eine Podiumsdiskussion zum Erhalt der Realschule veranstaltete. Podiumsgäste waren Bürgermeister Klaus-Peter Waldenberger, Realschulrektor Horst Münzing, die Vorsitzende des Realschullehrerverbands Irmtrud Dethleffs-Niess, der Gesamtelternbeiratsvorsitzende der Hölderlin-Realschule Bernd Rathgeb und Rainer Sigmund, Ausbildungsleiter der Firma Schunk.
 
Das Interesse war überwältigend. Der große Raum der Musikschule Laufen war bis auf den letzten Platz belegt. Über 100 Bürgerinnen und Bürger informierten sich über die Zukunft des Mittleren Bildungsabschlusses und brachten sich zahlreich in die Diskussion ein. Dabei wurde deutlich, dass die Realschule gegenüber der Gemeinschaftsschule in vielen Feldern benachteiligt wird. Während beispielsweise die Kommunen für Gemeinschaftsschulen 1.117 Euro pro Schüler als Zuweisungsbetrag vom Land erhalten, sind es für einen Realschüler nur 589 Euro. Ähnlich ist es bei der Ausstattung mit Zusatzstunden, Lehrkräften oder der Höhe des Klassenteilers. Überall bevorteilt Grün-Rot die Gemeinschaftsschulen.
 
Alle Podiumsteilnehmer waren sich darin einig, dass diese Bevorteilung der Gemeinschaftsschule beendet werden muss. „Es ist unverantwortlich, aus ideologischen Gründen eine erfolgreiche Schulart durch systematische Benachteiligung auszuhungern“, hob Friedlinde Gurr-Hirsch hervor. Das bewährte Schulsystem zu optimieren, wäre ihrer Meinung nach ein viel besserer Weg. „Wir brauchen auch künftig anschaulich und handlungsorientiert arbeitende Realschulen, die gerade Kinder und Jugendliche mit eher praktischen Fähigkeiten fördern. Denn nicht alle Schülerinnen und Schüler wollen sich ausschließlich mit theoretischen Inhalten auseinandersetzen“, so Gurr-Hirsch, die selbst auch Realschülerin war.
 
MK

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