Bildungsgespräche in Brackenheim

Die Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch besuchte das Zabergäu-Gymnasium

Um sich vor Ort mit der Schulleitung über die aktuelle Bildungspolitik der Landesregierung auszutauschen, traf sich Friedlinde Gurr-Hirsch mit Bernhard Gärttner, der das Brackenheimer Zabergäu-Gymnasium derzeit kommissarisch leitet. Dabei ging es insbesondere um die Zukunft unserer Gymnasien. Die grün-rote Landesregierung möchte diese ganz offenkundig nicht als starke eigenständige Schulform erhalten, sondern in ihrer derzeitigen Form schwächen und die Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe zu einer Einheitsschule für alle entwickeln. Ein einheitlicher Bildungsplan, der für alle Schularten gleichermaßen gelten soll, trägt dazu entscheidend bei. „Dieser wird auch von den Lehrerinnen und Lehrern als Trittstein in Richtung Gemeinschaftsschule gesehen“, betonte Bernhard Gärttner. „Gerade die stärkeren Schülerinnen und Schüler werden unter der Gemeinschaftsschule leiden, wir brauchen aber die Elite“, ergänzte der erfahrene Pädagoge. 
 
Friedlinde Gurr-Hirsch hob hervor, dass ihr bei zahlreichen Bildungsveranstaltungen in ihrem Wahlkreis von den Bürgerinnen und Bürger immer wieder ins Feld geführt wurde wurde, dass nicht die Schulform entscheidend sei, sondern die Qualität des Unterrichts und die Verlässlichkeit des Schulabschlusses. Sie äußerte sich enttäuscht darüber, wie Grün-Rot in der Bildungspolitik zu Lasten der Kinder experimentiert. Insbesondere auch das rasche Tempo bei der Einführung der Gemeinschaftsschule, die ohne jegliche Vorbereitung der Lehrkräfte oktroyiert wird, verursacht bei vielen Eltern, Kommunalpolitikern und Pädagogen Unmut und Verärgerung. „Unsere Kinder dürfen nicht zu Versuchskaninchen eines unausgegorenen Bildungskonzeptes werden“, war daher die sorgenvolle Mahnung der CDU-Politikerin, die selbst Großmama von vier Enkelkindern ist.
 
MK

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