"Mit Recht glücklich in die/der Ehe"

Informationsveranstaltung in Cleebronn mit Rechtsanwältin Ines Schwarz

Rationales Denken ist bei Beginn einer Ehe in der Regel zweitrangig. Die rechtlichen Auswirkungen einer Eheschließung sind den Brautpaaren mehrheitlich unbekannt. Um darüber zu informieren und die Bürgerinnen und Bürger über das deutsche Eherecht aufzuklären, referierte Rechtsanwältin Ines Schwarz in Cleebronn zu diesem bedeutenden Thema. Auf Einladung der Landtagsabgeordneten Friedlinde Gurr-Hirsch MdL und der örtlichen CDU waren dazu zahlreiche Interessierte aus Cleebronn und Umgebung in den Landgasthof Waldhorn gekommen.
 
In ihrem Einführungsvortrag ging Ines Schwarz insbesondere auf die allgemeinen Wirkungen einer Eheschließung, die Grundzüge des Ehegüterrechts (Zugewinngemeinschaft, Gütertrennung, Gütergemeinschaft) und die daraus resultierenden Notwendigkeiten für das Erbe und die Vorsorgevollmacht ein.  „Um entscheiden zu können, welche Regelungen und Verträge ein Ehepaar benötigt, muss dieses die gesetzlichen Grundlagen des Eherechts kennen. Nur wer informiert ist, kann für die Zukunft Vorsorge treffen“, betonte die Rechtsanwältin, die im Anschluss an ihre Einführung auch zahlreiche Fragen der Zuhörerschaft kompetent beantwortete. Da 40 Prozent der Ehen, die in den letzten zehn Jahren geschlossenen wurden, schon wieder geschieden wurden, ist dieses Thema von hoher Relevanz.
 
Friedlinde Gurr-Hirsch hob hervor, dass eine Ehe auch gegenseitige Verantwortung bedeutet. Daher besteht auch auf Seiten des Ehepartners/der Ehepartnerin die Verpflichtung, eine eigenverantwortliche und solidarische Rentenvorsorge zu betreiben, die beiden Partnern ein chancengerechtes Leben im Alter ermöglicht. „Ich trete darüber hinaus dafür ein, dass sich die Erziehung von Kindern, unabhängig von deren Geburtsjahr, in der Rente widerspiegelt. Dadurch kann Altersarmut eingegrenzt werden, von der gerade die Generationen an Frauen betroffen ist, die in früheren Jahrzehnten Kinder bekommen haben und weder Elterngeld noch dreijährige Erziehungszeit mit Rückkehrgarantie und schon gar keinen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz oder gar eine Ganztagesbetreuung kannten“, so Gurr-Hirsch.
 
MK

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