CDU-Ortsverband Eppingen

Jochen Oppolzer, stellvertretender Vorsitzender des CDU Ortsverbands, begrüßte am Sonntag, 9.9.2012 zahlreiche Besucher beim 17. Herbstfest in der Betriebshalle der Firma Dotterer in Eppingen. Trotz zahlreicher weiterer Veranstaltungen am selben Tag war die Veranstaltung sehr gut besucht und manch „neues Gesicht“ war zu sehen.
 
Vielleicht kamen auch deshalb sehr viele Interessierte, weil es der örtlichen CDU wiederum gelang, aktuelle Themen und Referenten zu dieser Traditionsveranstaltung zu benennen.
 
Erste Rednerin war die Landtagsabgeordnete und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU, Friedlinde Gurr-Hirsch. Sie ging in ihrem Grußwort auf die Rolle der CDU als Oppositionspartei im Landtag ein. Wichtiges Anliegen ist der Abgeordneten nach wie vor die Bildungs- und Schulpolitik. Kritisch sieht sie die vorgesehenen Änderungen in der regionalen Schulentwicklung. Zusammen mit der CDU-Fraktion fordert die Abgeordnete: „Für eine gelungene regionale Schulentwicklung müssen kommunale Landesverbände, Lehrerverbände, Wirtschaft und Beratungsgremien des Kultusministeriums, eindeutige Kriterien für Schließung, Umwandlung beziehungsweise Einrichtung einer Schule definieren. Eine Schablone für das ganze Land kann es nicht geben. Wir brauchen passgenaue Lösungen für die jeweilige Region. Was für Stuttgart gut ist, muss noch lange nicht für Schwarzwald,  Alb und Bodensee gut sein“.
Ebenso zeigte Gurr-Hirsch sich verwundet über Aussagen des Wirtschafts- und Finanzministers Nils Schmid, der bemerkte: "Dann wächst im Schwarzwald halt mal ein Tal zu" oder "Bildung und Betreuung sind wichtiger als die Frage, ob es einen Bauern mehr oder weniger gibt". Dies zeige die Wertschätzung bestimmter Regierungsmitglieder, wenn es um die Anliegen im ländlichen Raum gehe.
 
Für den Landesvorsitzenden der CDU, Thomas Strobl, MdB war es eine Selbstverständlichkeit, (Zitat)  - nach Eppingen zum „Dotterer“ zu kommen. In seinen Ausführungen ging er u.a. auf Europa – und insbesondere auch auf den Euro ein. Die Sorgen und Befürchtungen der Bürger nimmt er ernst, meint aber auch, dass die Krise bewältigt werden wird und „wir den Euro auch noch in den „nächsten 50 Jahren“ haben werden.

Dass der baden-württembergische Verkehrsminister Hermann sich nicht für den Ausbau der A6 vom Walldorfer Kreuz in Richtung bayerische Landesgrenze einsetzt, sei für ihn unverständlich. Von Seiten des Bundes seien die Voraussetzungen für einen Ausbau auf 6 Spuren geprüft und die Wirtschaftlichkeit bestätigt worden. Strobl: „Es ist für mich nicht nachvollziehbar, dass das Land nun nochmals neue kostenpflichtige Berechnungen in Auftrag gibt, um das Geprüfte nochmals zu prüfen“. Hier sei der Ministerpräsident gefordert, weitere Verzögerungen und weitere Kosten zu verhindern.

OB Holaschke – der zusammen mit BM Thalmann gekommen war - lobte die Zusammenarbeit der Eppinger CDU mit der Kommune. Als Beispiel nannte er die sogenannte  „Kinder-Uni“, aber auch die gemeinsamen Bemühungen in Sachen Erhalt der ärztlichen Notfallpraxis.

Freilich wurde auch das aktuelle Thema „Innenstadtentwicklung“ und „Süßmosterei
-Areal“ nicht ausgespart. OB Holaschke betonte in seinen Ausführungen, dass er einerseits akzeptiere, wenn der eine oder andere Bürger zu getroffenen Entscheidungen eine differenzierte Auffassung vertrete. Andererseits verwies er aber, dass es sich dabei um Maßnahmen handele, die von der großen Mehrheit der gewählten Mitglieder(n) im Gemeinderat getroffen wurden. „Das war kein Schnellschuss“, so der OB. „Seit mehr als 10 Jahren sei im Rahmen der Innenstadtentwicklung auch dieses Areal immer auf der Tagesordnung gestanden.

Der OB betonte nachdrücklich, dass er es nicht nachvollziehen könne, wenn ehrenamtlich Tätige im Gemeinderat für Beschlüsse angegangen oder gar beleidigt würden.

Dass aber die vielfältigen Bemühungen um eine Optimierung des Innenstadtbereiches greifen, zeige sich bereits jetzt schon in der erkennbaren Qualitätsverbesserung der Brettener Straße, so der OB ergänzend.
 
Dr. Michael Preusch, der Vorsitzende des CDU Stadtverbands, gab in seiner Rede Informationen zu den auch von der CDU unterstützen Bemühungen um den Erhalt der Notfallpraxis. Leider – so musste er berichten,  sei derzeit wenig Hoffnung, dass die bald erfolgende Schließung sehr schnell wieder aufgehoben werden könne. Vielmehr sei abzuwarten, wie sich die Neukonzeption in der Praxis auswirke. Wichtig und richtig war es auf alle Fälle, auf die spezielle Situation im ländlichen Raum hinzuweisen. Dies sei auch bei den entscheidenden Gremien angekommen und nicht jede Entscheidung sei für Ewigkeiten festgezurrt. Dr. Preusch bemerkte, dass in diesem Zusammenhang auch die Versorgung des „flachen Landes“ mit Haus- und Fachärzten nicht aus dem Auge zu verlieren sei.

Jochen Oppolzer bedankte sich bei allen Rednern, aber auch bei den vielen fleißigen Helferinnen und Helfern aus den verschiedenen Gliederungen der Eppinger CDU, wie z.B. der Jungen Union oder der Frauen-Union. In den Dank mit einbezogen wurde auch die Gastgeber-Familie Dotterer für deren alljährliche Bereitschaft, diese Veranstaltung zu ermöglichen.
 
Gerhard Heidt

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