"Regierung tritt Ehrenamt mit Füßen"

Die stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Friedlinde Gurr-Hirsch bezieht Stellung

„Das Ehrenamt in Baden-Württemberg ist ein zentrales Element unserer Gesellschaft. In keinem Land ist das ehrenamtliche Engagement der Menschen so ausgeprägt, wie bei uns. Um dem Rechnung zu tragen, und die Leistungen der ehrenamtlich Tätigen zu würdigen, wird seit 1978 jährlich an 10 Baden-Württemberginnen und Baden-Württemberger der Ehrenamtspreis verliehen. Bisher erfolgte diese bedeutende Verleihung stets durch ein Mitglied der Regierung. Nun zum zweiten Mal unter grün-roter Regierung war dies nicht der Fall. Anstatt die Medaillenempfänger in Donaueschingen zu würdigen, nahm die Wissenschaftsministerin lieber Wahlkreistermine wahr und auch ihr Staatssekretär war nicht anwesend. Dies ist ein Affront gegen das Ehrenamt und gegen die, die sich freiwillig für andere engagieren. Gerade die Anwesenheit von Regierungsmitgliedern und die Verleihung der Medaille durch sie haben für die Empfänger und die Verbände einen hohen symbolischen Stellenwert. Mit diesem Verhalten tritt die Regierung das Ehrenamt mit Füßen“, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Vorsitzende der schwäbischen Heimatpflege im Regierungsbezirk Stuttgart, Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, am Freitag (7. September) in Donaueschingen im Rahmen der Veranstaltung. Neben den zahlreichen Gästen und Verbandsvertretern war auch Friedlinde Gurr-Hirsch anwesend. Der Unmut der Beteiligten über das Verhalten der Regierung sei nachvollziehbar und erhalte ihre volle Unterstützung.

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