Medizinische Versorgung im ländlichen Raum

Veranstaltung mit der Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit Annette Widmann-Mauz

Die medizinische Versorgung im ländlichen Raum stand im Mittelpunkt einer gemeinsamen Veranstaltung der Landtagsabgeordneten Friedlinde Gurr-Hirsch und des Bundestagsabgeordneten Eberhard Gienger. Beide waren sehr erfreut darüber, dass mit Annette Widmann-Mauz eine sehr kompetente und ranghohe Gesundheitspolitikerin über dieses wichtige Thema referierte. „Denn mangels Nachfolger müssen bereits heute viele mittlere und kleine Kommunen die Schließung von Praxen verkraften“, so die Landtagsabgeordnete.
 
Obwohl in den letzten 20 Jahren ein kontinuierlicher Zuwachs an Ärzten zu verzeichnen ist, fehlen diese besonders auf dem Land. „In Deutschland ist jeder fünfte Hausarzt über 60 Jahre alt, in Baden-Württemberg sogar jeder vierte“, erläuterte Friedlinde Gurr-Hirsch. Dabei trägt vor allem der demografische Wandel dazu bei, dass in Zukunft die Nachfrage nach medizinischen Leistungen noch weiter ansteigt. „Diese Herausforderung gilt es zu bewältigen, damit auch die Bürgerinnen und Bürger im ländlichen Raum bestens versorgt werden und stets auf die neuesten Standards zurückgreifen können“, hob Annette Widmann-Mauz hervor. Sie lobte in diesem Zusammenhang die in Baden-Württemberg auf Initiative der CDU-geführten Vorgängerregierung eingeführte Verbundausbildung für Hausärzte, die dem Nachwuchs die Spezialisierung zur Allgemeinmedizinerin bzw. zum Allgemeinmediziner durch finanzielle Unterstützung beträchtlich erleichtert.
 
Zahlreiche Änderungen in der aktuellen Legislaturperiode des Bundestages haben ebenfalls dazu beigetragen, das Gesundheitssystem an die heutigen Anforderungen anzupassen. „Dennoch sind weiterhin große Anstrengungen nötig, um die hohe Qualität unseres Gesundheitswesens überall in Deutschland vollumfänglich anbieten zu können“, betonte Eberhard Gienger. „Unser Ziel ist auch zukünftig flächendeckend, wohnortnah und bedarfsgerecht die medizinische Versorgung für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung zu stellen“, fasste Widmann-Mauz die Bestrebungen der schwarz-gelben Bundesregierung zusammen. Hausarztpraxen auf Teilzeitbasis, Gemeinschaftspraxen oder Ärzte, die in mehreren kleinen Kommunen Praxen betreiben, könnten entscheidend dazu beitragen, diesen Ansprüchen gerecht zu werden. „Dafür müssen insbesondere die Verantwortlichen in den Gemeinden in wohnortspezifische Ärztekonzeptionen miteingebunden werden, da sie häufig innovative Lösungsvorschläge haben und am besten wissen, welche Möglichkeiten und Bedürfnisse vor Ort vorhanden sind“, so die Parlamentarische Staatssekretärin.
 
MK

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