Vorsitzende der AG Frauen Friedlinde Gurr-Hirsch MdL und der justizvollzugspolitische Sprecher Karl Zimmermann MdL: "JVA Schwäbisch Gmünd leistet hervorragende Arbeit für Frauen"

„Die CDU-Landtagsfraktion möchte alle Lebensbereiche von Frauen im Land beleuchten. Dazu gehört auch das Leben in einem Frauengefängnis. Der Besuch in der Justizvollzugs-anstalt Schwäbisch Gmünd hat uns nun gezeigt, wie die Frauen dort leben und welche Chancen ihnen für ein Leben nach dem Strafvollzug geboten werden. Dass Frauen dabei auch im Bereich der beruflichen Ausbildung gefördert werden und entsprechende Ange-bote erhalten ist hervorragend“, sagten die Vorsitzende der AG Frauenpolitik der CDU-Landtagsfraktion, Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, der Sprecher für Justizvollzug, Karl Zim-mermann MdL, sowie der örtliche Wahlkreisabgeordnete, Dr. Stefan Scheffold MdL, im Nachgang des Vor-Ort-Termins im Frauengefängnis der JVA Schwäbisch Gmünd. 
 
„Gerade beim Besuch in der JVA ist deutlich geworden, dass wir uns noch verstärkt Ge-danken über die Erziehung der Kinder machen müssen. Eine zunehmende Verwahrlosung ist häufig der Grund, dass Menschen straffällig werden“, so Zimmermann. „Die mangelnde Erziehung weitet sich weiter aus. Wie man darauf reagieren muss, ist keine leichte Aufgabe“, ergänzte Dr. Scheffold. Aber auch der Verlust von Moral- und Wertvorstellungen in Teilen der Gesellschaft seien beeinflussende Faktoren. „Deshalb müssen wir schon bei den Kindern ansetzen und ihnen die bestmögliche Erziehung zukommen lassen. Besonders der ganz alltägliche Umgang muss den Kindern beigebracht werden. Es wäre daher sinnvoll in Schulen, Kindertagesstätten und Kindergärten verstärkt Alltagskompetenzen zu unterrichten. Sei es im Bereich Ernährung, beim Thema Konfliktlösung oder einfach, wie man korrekt eine Versicherung abschließt. Solche Maßnahmen könnten eine Möglichkeit bieten, die Anzahl von straffällig gewordenen Menschen zu reduzieren“, erklärte Gurr-Hirsch.
 
Der Einblick in den Alltag der JVA habe gezeigt, dass der Frauenstrafvollzug in Baden-Württemberg gut aufgestellt sei. „Es ist besonders erfreulich, dass den Inhaftierten die Möglichkeit geboten wird eine Ausbildung zu machen. Hier wäre aber eine Ausweitung des Angebots noch wünschenswert. Vor allem auch kürzere Ausbildungen im Sinne von Kursen wären für Insassinnen, die nur wenige Monate in der JVA verbringen, sinnvoll“, betonte Gurr-Hirsch.

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