Sanierungspannen am Schauspielhaus

Friedlinde Gurr Hirsch MdL überrascht, dass Finanzstaatssekretär Ingo Rust MdL bei einer Regierungsbefragung im Landtag keine Auskünfte erteilen konnte

Die Sanierung des Schauspielhauses Stuttgart ist zu einem Debakel geworden und offenbart einen erheblichen Dissens zwischen dem SPD-geführten Finanzministerium sowie der für den Kunstbereich zuständigen grünen Ministerin Theresia Bauer MdL. „Dieser muss ausgeräumt werden, wenn die Regierung es mit der Kunstpolitik in Baden-Württemberg ernst meint“, betonte die Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch. Sie unterstützt die an die grün-rote Landesregierung gestellte Forderung der CDU-Landtagsfraktion, bis Ende des Monats einen Zeitplan für die Beseitigung der Sanierungsmängel im Schauspielhaus zu unterbreiten.
 
Der zuständige Staatssekretär im baden-württembergischen Finanzministerium, Ingo Rust, konnte dazu keine verbindlichen Zusagen machen. Er teilte lediglich mit, dass er keine detaillierten Informationen seiner Bauverwaltung vorlegen könne. Damit erzürnte er die Opposition. „In seinem Amt muss er über ein derart brisantes und in der Öffentlichkeit seit Tagen kritisch diskutiertes Thema Faktenwissen parat haben“, stellte Friedlinde Gurr-Hirsch fest. Die Betroffenen hätten einen Anspruch darauf, rasch zu erfahren, wie lange die erneute Schließung des Schauspielhauses noch andauert. Sie befürchtet, dass das renommierte Theater durch die Sanierung der Sanierung dauerhaft Schaden nimmt, was für den Kulturstandort Baden-Württemberg sehr verhängnisvoll wäre.
 
MK

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