Friedlinde Gurr-Hirsch MdL beim Weinbauverband

Bei der Mitgliederversammlung des württembergischen Weinbauverbandes rief die Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch dazu auf, den Fachkräftebedarf im Weinbau nicht zu vernachlässigen. „Der demografische Wandel ist bei den Ausbildungszahlen bereits deutlich ablesbar. Wenn wir zukünftig genug Fachkräfte in der Weinwirtschaft haben wollen, dann braucht es jetzt eine beherzte Initiative von Berufsstand und Politik. Da darf es keine Denkverbote geben. Ich erwarte, dass die Landesregierung hierbei auch unkonventionelle Wege beschreitet und sich etwa in weinbauaffinen Regionen in Spanien und Italien auf die Suche nach Fachkräften begibt“, so Gurr-Hirsch in ihrem Grußwort. Sie erläuterte am Beispiel der zahlreichen Jungwinzerinitiativen, dass das 8000 Jahre alte Kulturgetränk Wein auch heute zeitgemäß attraktiv für die Jugend ist. Es biete Identifikation, aber auch berufliche Perspektiven für qualifizierte, motivierte und kreative junge Menschen.
 
Darüber hinaus ging sie auf die fruchtbare Verbindung von Wein und Fremdenverkehr ein. „Im Tourismusland Baden-Württemberg, in dem mehr Bürgerinnen und Bürger in diesem Gebiet beschäftigt sind, als in der Automobilindustrie, muss gerade unsere guter Wein noch besser heraus gestellt werden. Die Weinerlebnisführer sind ein guter Einstieg, doch gilt es weiter touristische Pakete zu schnüren und kreative Gastfreundschaft in Sachen Wein zu zeigen“, betonte Friedlinde Gurr-Hirsch.
 
Da der Weinmarkt in Baden-Württemberg alles andere als ein Wellnessraum sei, ist es ihrer Meinung nach gut, dass im Stammland der Genossenschaften in letzter Zeit neue Organisationseinheiten geschaffen wurden. „Nichts kann auf Dauer so bleiben wie es ist. Zweck der Genossenschaft war vor 150 Jahren an ihrer Wiege wie auch heute, dass der Erwerb der Mitglieder gefördert werden soll und dies ist eben nicht der Fall, wenn die fixen Kosten zu hoch sind und die Auszahlungspreise den Erwerb unattraktiv machen“, so die CDU-Politikerin angesichts der aktuellen Neustrukturierungen in der württembergischen Weinwirtschaft.
 
MK

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