Kulturlandschaften – wichtig für die Menschen!

Kulturlandschaftspreise 2018 verliehen - Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch MdL hält Festansprache

In der festlich geschmückten Schlossberghalle am Fuß der Schwäbischen Alb wurde am 24. Oktober 2018 vor über 200 Gästen der Kulturlandschaftspreis 2018 des Schwäbischen Heimatbundes und des Sparkassenverbandes Baden-Württemberg verliehen.

Die sechs Träger des Hauptpreises und die drei Träger des Sonderpreises Kleindenkmale erhielten ihre Urkunden aus den Händen von Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, von Sparkassen­präsi­dent Peter Schneider, dem Heimatbund-Vorsitzenden Josef Kreuzberger sowie dem Jury-Vorsitzenden Dr. Volker Kracht. Der Schwäbische Heimatbund vergab den Preis seit 1991 zum 28. Mal, seit 1995 in Partnerschaft mit dem Sparkassenverband. Das Preisgeld von insgesamt über 10.000 Euro stellt die Sparkassenstiftung Umweltschutz zur Verfügung.

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In ihrer Festansprache unterstrich Staatssekretärin Gurr-Hirsch MdL, dass die Erhaltung und Pflege der Kulturlandschaften vieler engagierter Menschen bedarf – insbesondere Landwirte, aber auch viele Ehrenamtliche. Sie verhehlte nicht, dass gerade die Landwirte unter hohem Preisdruck arbeiten und hob deshalb den außergewöhnlichen Idealismus vieler hervor, der sich nicht am Profit orientiere, sondern an dem Willen, Landschaften als gesellschaftliches Gut zu bewahren: „Kul­turlandschaften sind wichtig für die Menschen“, so die Staatssekretärin. Sie laden zum Staunen, Verweilen und Entspannen ein. Sie sind für die einen Heimat und Ort der Geborgenheit, für andere touristische Attraktionen und Sehenswürdigkeiten. In erster Linie sind sie aber auch Ort der Erzeugung von regionalen Lebensmitteln“, sagte die Staatssekretärin. Die Landesregierung unterstütze deshalb mit einer Reihe von zielgerichteten und maßgeschneiderten Förderprogrammen die Pflege, den Erhalt und die nachhaltige Bewirtschaftung der Kulturlandschaft.

In seiner Begrüßung hatte der SHB-Vorsitzende Kreuzberger zuvor betont, dass Kulturlandschaften ein wesentlicher Teil unserer Heimat seien, einer Heimat, in der niemand ausgegrenzt werden dürfe. Sparkassenpräsident Schneider wies darauf hin, dass auch die Sparkassen im Land mit ihrer vielfältigen Förderung als Garant für den Erhalt der Landschaften anerkannt sind.

Marliese Sitter und Max Kittsteiner sind unter der Bezeichnung „Hirtenliebe GbR“ die Träger des zum fünften Mal ausgelobten Jugend-Kulturlandschaftspreises als einem der mit jeweils 1.500 Euro dotierten Hauptpreise. Sie erhielten den Preis für ihr besonders auf Biodiversität ausgerichtetes Landwirtschaftskonzept. Drei Preisträger wurden für nachhaltige Landschaftspflege mit Schafen, Rindern und Ziegen zwischen dem Oberen Enztal, Albtrauf bei Göppingen und der Hohenloher Ebene geehrt. Ein weiterer Preis wurde unter großem Beifall dem Verein Streuobstpädagogik in Weil im Schönbuch verliehen. Auch die Ortsgruppe Geislingen des Schwäbischen Albvereins erhielt einen der Hauptpreise. Der Sonderpreis Kleindenkmale, dotiert mit jeweils 500 Euro, wurde dreimal für die Erforschung, Sanierung und Dokumentation von Feldkreuzen sowie Grenzsteinen vergeben.

 

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