Wolfswege als neues Tourismusangebot

Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch bei der Einweihung im Kreis Waldshut

Der Kreis Waldshut reagiert auf die Rückkehr des Wolfes nach Baden-Württemberg mit neuen touristischen Angeboten. Interessierte können auf dem neu eröffneten Wolfssteig von Waldshut-Tiengen am Hochrhein über Weilheim nach Höchenschwand im Hochschwarzwald auf den Spuren des Wildtieres wandern.

Der 18 Kilometer lange Weg markiert nach Angaben der Kreisverwaltung eine mögliche Route, die Wölfe nehmen könnten, die aus der Schweiz nach Deutschland kommen.
Neu ist außerdem ein vier Kilometer langer interaktiv gestalteter Wolferlebnispfad bei Höchenschwand. Vor allem Kinder sollen an verschiedenen Stationen erfahren, wie Wölfe leben. Dritter Baustein ist eine Wolfshütte beim Bannwald Schwarzahalden südlich des Ortes. Die ehemalige Waldarbeiterhütte wurde zu einem kleinen Wolf-Informationszentrum umgebaut. Die Angebote sollen helfen, Akzeptanz für den Wolf zu wecken.
„Wie Sie sehen, sind wir auf die Ankunft des Wolfes in Baden-Württemberg vorbereitet. Wir wollen ein möglichst konfliktarmes Nebeneinander von Mensch und zuwandernden Wölfen erreichen“, bekräftige Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch bei der Eröffnung. Es sei besonders wichtig gewesen, dass Vertrauen und Kompromissbereitschaft zwischen den verschiedenen Interessensgruppen auf Landesebene schrittweise aufgebaut wurde und in einem abgestimmten Verhältnis zueinanderstehen. „Ich freue mich sehr zu sehen, wie der Rahmen, den wir mit dem Handlungsleitfaden gelegt haben, auf Kreisebene mit Leben gefüllt wird und wie die einzelnen Verbände sich austauschen und zusammenarbeiten. Ohne Zusammenarbeit wäre dieses Projekt nicht realisierbar gewesen“, so Gurr-Hirsch abschließend.

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