Patientenverfügung: Ein Muss für den Notfall

Podiumsveranstaltung stieß auf großes Interesse

Gut besucht war die Veranstaltung beim Seniorenclub „Frohsinn“ in Bad Rappenau-Grombach, zu der die Abgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch zum Thema Patientenverfügung einlud.

Die Vorsitzende Rosemarie App begrüßte die Senioren und freute sich über das große Interesse.  „Jeder von uns kann einmal in die Lage kommen“, so App, „dass er nicht mehr selbst bestimmt über eine medizinische Behandlung entscheiden kann. Um für diesen Fall die bestmöglichen Vorkehrungen zu treffen, sollte sich jeder über eine Patientenverfügung Gedanken machen.“

Rechtsanwalt Dr. Günter Zecher unterstrich diese Aussage eindrucksvoll mit Beispielen und er sparte nicht mit Hinweisen, wie eine Patientenverfügung aussehen sollte, die vom behandelnden Arzt und anderen Stellen im Notfall auch anerkannt wird.

Bei der Diskussion mit Vertretern aus der Medizin, der Kirche, Hospiz und Pflege wurde Wert darauf gelegt, dass das Selbstbestimmungsrecht des Patienten in der Vorsorgevollmacht seinen Ausdruck findet. Ebenso wurde angemahnt, dass das menschliche Leben immer ein Geschenk Gottes ist. Aber rechtliche Vorkehrungen wie die Vorsorgevollmacht seien sinnvoll und würden Gott nicht ins Handwerk pfuschen.

Rosemarie App dankte den Referenten mit einem Präsent für diesen informativen und aufrüttelnden Nachmittag, der zum Nachdenken angeregt hat. „Die Besucherzahl und die anschließenden Diskussionen zeigt uns, dass es vielen ein Anliegen ist, Vorsorge für ein menschenwürdiges Sterben zu treffen“.

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