Pflegepraktikum im Königin-Charlotte-Stift Ilsfeld

Um die Arbeitswelt in einem Seniorenpflegstift besser kennen zu lernen, schlüpfte die Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch für einige Stunden selbst in die Arbeitskleidung einer Altenpflegerin.

Zu Beginn ihres „Praktikums“ war Friedlinde Gurr-Hirsch allerdings noch als Politikerin gefragt. In einem Fachgespräch mit der Pflegedienstleiterin Daniela Hecht und dem Regionaldirektor der Evangelischen Heimstiftung, Peter Hettig, wurde über das Positionspapier PFLEGE 2025 diskutiert. Dabei ging es vor allem auch um die Sorge um die Sicherstellung des Pflegekräftebedarfs und um die schwierige Umsetzung der Einzelzimmerquote in Baden-Württemberg. Gurr-Hirsch versprach, die Anregungen und Argumente mit in die politischen Diskussionen nach Stuttgart mitzunehmen und in den entsprechenden Facharbeitskreis einfließen zu lassen.

Routiniert, aber zugleich liebevoll und umsichtig wurden die anstehenden Arbeiten von der Pflegedienstleiterin Daniela Hecht mit großer Sorgfalt und Umsicht erledigt.  Gurr-Hirsch zeigte großen Respekt vor der körperlich anstrengenden und zugleich fachlich höchst anspruchsvollen Arbeit der Pflegekräfte.

„Die Pflege ist eines der wichtigsten sozialen Themen unserer älter werdenden Gesellschaft. Im Jahr 2030 wird es in Deutschland rund dreieinhalb Millionen Pflegebedürftige geben, eine Million Menschen mehr als heute. Bei meinem Praktikum konnte ich erleben, wie wichtig eine qualifizierte Arbeit der Pflegekräfte für die hilfsbedürftigen Hochaltrigen ist“, so Gurr-Hirsch. Die Landtagsabgeordnete musste feststellen, dass die Klientel in den Heimen immer morbider und hilfsbedürftiger wird. Die Menschen kommen erst spät in die Einrichtungen. Positiv beeindruckt war die „Praktikantin“ von der Qualität der Pflege und dem mitfühlenden menschlichen respektvollen Umgang im diakonischen Heim. „So stelle ich mir gute Pflege vor!“ bekräftige Friedlinde Gurr-Hirsch.

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