Friedlinde Gurr-Hirsch informierte sich in Zaberfeld

„Zaberfeld entwickelt sich sehr positiv“, freute sich Friedlinde Gurr-Hirsch bei ihrem kürzlichen Gemeindebesuch. Insbesondere beim Tourismus zeige sich das ganz deutlich. Das Naturparkzentrum am Stausee Ehmetsklinge werde von Einheimischen wie von Urlaubern sehr gut angenommen, wusste Bürgermeister Thomas Csaszar zu berichten. Die Beliebtheit des Naherholungsgebiets reiche schon lange weit über die Grenzen des Landkreises hinaus, daran möchte man anknüpfen. „Ich sehe im Tourismus eine große Chance, gerade für den Ländlichen Raum in Baden-Württemberg. Deshalb habe ich auch die Tourismus-Expertin Marlene Mortler MdB zu einer Diskussionsveranstaltung nach Zaberfeld eingeladen. Wir wollen herausfinden, welche Möglichkeiten und Beispiele es gibt, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen und welches Potential es hier vor Ort gibt“, so die CDU-Landtagsabgeordnete, die als ehemalige Staatssekretärin auch für Tourismus zuständig war. 
Ein weiteres, sehr aktuelles Thema des Gesprächs war das Thema Asyl. Derzeit bereitet sich Zaberfeld auf die Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Nahen Osten vor, wie Bürgermeister Csaszar erläuterte. „Geeignete Wohnungen zu finden, ist die größte Herausforderung für die Gemeinden“, schilderte er die Lage. Es gebe glücklicherweise viele ehrenamtliche Helfer, die sich einbringen wollten. Dass man die Ehrenamtlichen nicht überfordern dürfe, war der Landtagsabgeordneten ein wichtiges Anliegen. „Wir wollen helfen, aber es muss alles in geordneten Bahnen ablaufen. Die Bürger dürfen nicht überrollt werden“, so die CDU-Politikerin. 
Im Gespräch mit Friedlinde Gurr-Hirsch entwickelte Bürgermeister Csaszar die Idee, dass über das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) in Zukunft auch Wohnraum in ländlichen Gegenden gefördert werden könnte. „Das würde die Aufnahme von Flüchtlingen erleichtern, aber gleichzeitig auch Anreize für einheimische Familien bieten, sich in ländlicheren Gemeinden niederzulassen. Schließlich könnte so auch dem demografischen Wandel begegnet werden. Insbesondere für öffentliche Einrichtungen im Ländlichen Raum ist dieser Wandel eine große Herausforderung, da für weniger Nutzer der gleich hohe Aufwand betrieben werden muss“, erläuterte der Bürgermeister. Friedlinde Gurr-Hirsch nahm den Gedanken gleich auf. Sie sieht die Möglichkeit, dass beispielsweise nicht mehr genutzte landwirtschaftliche Gebäude durch eine Umnutzung vor dem Verfall bewahrt werden können. Auch durch diese sogenannte Konversion könnte neuer Wohnraum geschaffen werden.

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