In Südbaden beginnt die Christbaumsaison

Besuch mit der Landtagskandidatin Marion Gentges im Wahlkreis Lahr

Mit der örtlichen CDU-Landtagskandidatin Marion Gentges besuchte Friedlinde Gurr-Hirsch den Meierlenzenhof in Schweighausen bei Lahr am Rande des Schwarzwalds. Auf dem Hof, der von Familie Beck betrieben wird, informierten sich die Politikerinnen über den Christbaumanbau in Baden-Württemberg. „Von den jährlich knapp 30 Millionen Christbäumen, die in Deutschland aufgestellt werden, kommen etwa 80 Prozent auch aus heimischer Produktion. In Baden-Württemberg werden mittlerweile auf etwa 2.800 Hektar Christbäume angebaut“, berichtet die CDU-Politikerin Friedlinde Gurr-Hirsch. Im Vergleich zum Sauerland, dem größten Anbaugebiet in Deutschland, sei Südbaden zwar ein kleineres Anbaugebiet. Für die Landwirte habe der Christbaum aber eine große Bedeutung, ergänzte die Landtagskandidatin Marion Gentges. Friedlinde Gurr-Hirsch berichtete, dass Sie als Staatssekretärin im Landwirtschaftsministerium dafür gesorgt habe, die Genehmigungspflicht für Christbaumpflanzungen aufzuheben. Grün-Rot führte die Genehmigungspflicht im Jahr 2011 als eines der ersten Projekte unter Hinweis auf den Landschaftsschutz wieder ein. „Diese Genehmigungspflicht ist aus meiner Sicht ein absolut unnötiger bürokratischer Aufwand. Von einer Landschaftsveränderung kann nicht die Rede sein. Die Christbaumpflanzungen werden nämlich über die Jahre immer wieder teilweise abgeerntet und neu bepflanzt, so dass es keine Gefahr gibt, dass ein Schwarzwaldttal zuwachsen könnte. Deshalb muss man Christbaumkulturen von der klassischen Waldwirtschaft abgrenzen“, erläutert die CDU-Politikerin ihre Position. Vor Ort zeigt sich die wirtschaftliche Bedeutung. Ein Siebtel der 35 Hektar landwirtschaftlicher Fläche des Meierlenzenhofs ist mit Christbaumkulturen bepflanzt, wie Familie Beck beim Rundgang erklärte. Daneben betreibt die Familie klassische Wald- und Forstwirtschaft sowie Mutterkuhhaltung. Bevor Christbäume auf den Flächen Einzug hielten, war die Familie mit damals sechs Kindern auf einen außerlandwirtschaftlichen Zuerwerb von 70 Prozent angewiesen. Mittlerweile reicht der Ertrag des Hofes, dank professioneller Christbaumkultur, wieder voll aus. 4.000 Bäume sowie Zierreisig werden auf dem Meierlenzenhof jährlich produziert. Etwa 30 Prozent davon verkauft Familie Beck direkt ab Hof. „Die Christbaumkultur ist eine wichtige Möglichkeit für viele Landwirte, eine höhere Wertschöpfung zu erzielen und vom eigenen Hof leben zu können. Darüber hinaus sind Bäume aus heimischer Produktion umweltfreundlicher und liegen voll im Trend des regionalen Konsumverhaltens“, waren sich Friedlinde Gurr-Hirsch und Marion Gentges nach dem Besuch des Hofes einig.

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