"Der Bauer und das liebe Vieh"

Buchempfehlung

Was bewegt Menschen, die tagtäglich füttern, melken, misten und Tiere auf die Welt bringen, damit sie irgendwann geschlachtet werden? Können Bäuerinnen und Bauern im Kontext der modernen Tierhaltung noch eine Beziehung zu ihren Tieren haben? Wie gehen sie mit dem Widerspruch um, einerseits Tiere als Mitgeschöpfe mit eigener Würde wahrzunehmen und sie andererseits als Produktionsmittel zu nutzen? Diese und weitere Fragen beantwortet das neue Buch „Der Bauer und das liebe Vieh“ von Ulrike Siegel, das die Landtagsabgeordnete und frühere Staatssekretärin für Ernährung und Ländlichen Raum Friedlinde Gurr-Hirsch sehr gerne empfiehlt. „Dabei werden viele gute Denkanstöße vermittelt, die dazu beitragen, sich mit dem Thema Nutztierhaltung vertieft auseinanderzusetzen,“ hob Friedlinde Gurr-Hirsch nach dem Lesen der 19 autobiografischen Geschichten des Buches hervor.
 
Friedlinde Gurr-Hirsch vertritt die Auffassung, dass der Respekt vor der Schöpfung einen angemessenen Umgang mit dem Mitgeschöpf Tier gebietet. „Die Haltung von Nutztieren soll sich daher am Tierwohl orientieren“, betont die CDU-Politikerin. Gleichzeitig seien die Umwelt- und Verbraucherstandards einzuhalten und die Wettbewerbsfähigkeit landwirtschaftlicher Unternehmen zu wahren. Dies alles leisten unsere baden-württembergischen Landwirte. Dafür verdienen sie immer wieder unsere Wertschätzung. 
 
„Darüber hinaus sind aber auch die Verbraucher und der Lebensmitteleinzelhandel in der Verantwortung, die von den Tierhaltern über das gesetzliche Mindestmaß des Tierwohls hinaus geleisteten Investitionen angemessen zu vergüten. Denn ein hohes Maß an Tierschutz kostet auch Geld“, konstatiert die Landtagsabgeordnete. „Das neue Buch von Ulrike Siegel kann in anschaulicher und hintersinniger Art dazu beitragen, dass die Bürgerinnen und Bürger sich über die Herkunft ihrer Lebensmittel mehr Gedanken machen und diese bewusster konsumieren“, so Gurr-Hirsch.
 
MK

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