Eröffnung der Bodensee-Apfelsaison 2018 mit Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch

Obstregion Bodensee präsentiert neuen Markenauftritt und verabschiedet Vorsitzenden und Geschäftsführer

In Anwesenheit von Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, hat die Obstregion Bodensee am Donnerstag in Bodman-Ludwigshafen neben den aktuellen Ernte-und Marktprognosen für die beginnende Apfelsaison 2018/19 ihren neuen Markenauftritt präsentiert.

„Nach aktuellem Stand ist am Bodensee und in Baden-Württemberg eine gute Apfelernte mit erstklassigen Qualitäten zu erwarten“, sagte Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz. „Dass dies keine Selbstverständlichkeit ist, hat uns gerade das Frostjahr 2017 deutlich vor Augen geführt. Trotz solcher immer wiederkehrender Herausforderungen behaupte sich der Obstbau als ein Flaggschiff der baden-württembergischen Landwirtschaft. Und gerade das Bodenseegebiet ist eines der wichtigsten Apfelanbaugebiete in Deutschland. Dank hervorragender Anbaubedingungen und einer sehr gut aufgestellten Obstwirtschaft wird hierzulande schon seit jeher höchste Qualität produziert“, betonte Gurr-Hirsch.

In Zeiten des Klimawandels sei dies jedoch kein Selbstläufer. „Sowohl globalisierte Agrarmärkte als auch ein beschleunigter Klimawandel stellen die Landwirtschaft und vor allem auch den Obstbau vor existenzielle Herausforderungen“, so die Staatssekretärin.  „Zunehmende Wetterextreme wie z. B. die heftigen Starkregenereignisse in 2016, die massiven Spätfrostschäden im Frühjahr 2017 sowie die Trockenheit in diesem Jahr zeigen klar: Der Klimawandel ist Realität, wir müssen uns auf ihn einstellen und mit ihm leben.“ Es stehe außer Frage, dass die witterungsbedingten Ertragsrisiken im Einzelfall so erheblich sein können, dass sie die Existenzfähigkeit eines Betriebes gefährden können. Dabei sei der Umgang mit Risiken für Sie als landwirtschaftliche Unternehmer nichts grundsätzlich Neues. „Neu ist nicht das Vorhandensein von Risiken für das landwirtschaftliche Unternehmen, sondern die Häufigkeit und das Ausmaß von Extremwetterlagen“, sagte die Staatssekretärin. Ein gutes betriebliches Risikomanagement sei daher ein Schlüsselelement eines nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Obstbaus. Daher setze sich das MLR auf nationaler Ebene für deutlich verbesserte Maßnahmen und Anreize zur Unterstützung des einzelbetrieblichen Risikomanagements ein. Dazu gehörten eine steuerliche Risikoausgleichsrücklage für die Landwirtschaft, die eine entsprechende einzelbetriebliche Rücklagenbildung erleichtert, die staatliche Unterstützung  -auch unter Beteiligung des Bundes  - von Mehrgefahrenversicherungen, die Verbesserung der Fördermöglichkeiten für investive Vorsorgemaßnahmen und die Absenkung der Versicherungssteuer auch für das Risiko Trockenheit und für Mehrgefahrenversicherungen.

 

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