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Vor lauter Nachlesen des Vorgelesenen und Nachdenken über das, was andere vorgedacht haben kommen die Menschen heutzutage nicht mehr zum eigenen Vor-Denken!
Südwesten wird Krise bewältigen
Im Jahr zwei der Krise erwarten Experten die eigentliche Herausforderung für den Arbeitsmarkt. Mit einem Arbeitsmarktmonitor will die Bundesagentur für Arbeit Beschäftigungsstrategien vor Ort erleichtern. Der Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg erlebte 2009 ein kleines Wunder. Die Südwest-Wirtschaft verzeichnete mit minus 8 Prozent zwar die bundesweit heftigste Schrumpfkur, aber die Arbeitslosenquote erhöhte sich dennoch lediglich um 1 Prozentpunkt auf 5,1 Prozent.
Möglich wurde dies, weil Deutschland die weltweit modernste und flexibelste Arbeitsmarktverfassung hat. Die allseits h och gelobte und auf 24 Monate verlängerte Kurzarbeitsregelung wirkt lediglich zusätzlich stabilisierend. Es bedarf einer raschen Entscheidung der Bundesregierung zur geplanten weiteren Verlängerung dieser Regelung.Die Lage am Arbeitsmarkt wird in diesem und im nächsten Jahr unabwendbar schwieriger und die Ergebnisse schlechter werden. Später erwartet uns mit der demografischen Veränderung die nächste Herausforderung. Klar ist, dass die aktuelle Krise den Strukturwandel am Arbeitsmarkt zumindest beschleunigt.
Mit dem regionalen Arbeitsmarktmonitor will die Bundesagentur alle verfügbaren Daten zusammentragen, die für die Beschäftigung von Bedeutung sind. Damit werde es künftig möglich, vor Ort maßgeschneiderte Beschäftigungsstrategien zu entwickeln. Die wichtigste Erkenntnis aus dem Monitor für den Südwesten: Baden-Württemberg wird die Krise wegstecken. Das ändert freilich nichts daran, dass das Land mit seinen besonders stark von der Krise betroffenen Paradebranchen Fahrzeug- und Maschinenbau kurzfristig mit dem bundesweit größten Beschäftigungsrisiko leben muss.
Vergleichbar überdurchschnittlich stark ist es nur noch in Bayern. Der regionale Arbeitsmarktmonitor ist ein wichtiges Instrument dafür, dass das Land wieder bundesweit die niedrigste Arbeitslosenquote erreicht. Um den Hochtechnologiestandort abzusichern, ist vor allem das Bildungsniveau entscheidend. Deshalb geht es nicht an, dass im Land jährlich 7000 junge Leute die Schule ohne Hauptschulabschluss verlassen.
Zu diesem Thema wird es, auf meine Initiative hin, eine Veranstaltung mit der Arbeitsagentur Heilbronn geben
Ihre Abgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch
Infobrief Januar 2010 - Vollversion - |